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Fototechnik im Wandel der Zeit

Januar 15th, 2010 · No Comments

Man war ein beliebter Zeitgenosse, konnte man in den Anfängen der Fototechnik im 19. Jahrhundert mit der doch komplizierten Arbeitsweise umgehen. Ausgebucht waren die Fotografen, um Portraits und Familienfotos anzufertigen. Waren die Bilder endlich im Kasten, gierten alle nach den Abzügen, die dann dementsprechend in Ehren gehalten wurden. Der Fotograf ersetzte den Maler, der vorher die Arbeit der Erinnerungsbilder vollkommen als seine Aufgabe innehatte. Seither ist vieles passiert.

Fototechnik heute: Das ist ein Drücken auf den Auslöser, das Ansehen der Fotos auf Display oder Monitor, ein Klick mit der Maus, um die Bilder zu bestellen. PC und Drucker machen es möglich, die Bilder binnen Minuten fertig ausgedruckt in der Hand zu halten. Jeder kann und darf fotografieren. Dazu kommt, dass die Fototechnik, und dazu gehören Kamera, Speichermedien, Zubehör zur Kamera und Verarbeitungsgeräte, für alle erschwinglich ist. Niemand muss mehr minutenlang stillstehen, damit das Foto auch gelingt. Wartezeiten auf das Ansehen der Bilder gehören der Geschichte an.

Dazwischen liegt eine Zeit, in der zwar viele Menschen fotografieren konnten, die Fototechnik aber noch lange nicht so weit war, wie zum heutigen Zeitpunkt. Man musste die Filme entwickeln lassen. Erst dann konnte man sehen, ob die Fotos etwas geworden waren, oder eben nicht. Zumindest aber brauchte man den „Meister“ nicht auf den Hof oder in das Haus bestellen, um überhaupt ein Foto der Familie oder einer lieben Person erhalten zu können. Ein wenig Wehmut schwingt mit, wenn man die Fototechnik von der alten Manier bis zur Digitalisierung betrachtet. Heute besitzt ein Foto längst nicht mehr den Stellenwert, der ihm in den verschiedenen geschichtlichen Phasen zukam. Es ist austauschbar, ersetzbar, selbstverständlich geworden.