Fotografieren bedeutet nicht, eine Kamera zur Hand zu nehmen, etwas anzuvisieren und einfach auf den Auslöser zu drücken. Zumindest reicht dieser Anspruch nur für das Fotoalbum zu Hause, ob nun in entwickelter und eingeklebter oder in digitaler Form. Man überlässt es also dem Zufall, ob ein Foto etwas wird, oder nicht, wenn man auf diese Weise vorgeht.
Sicher übernehmen die modernen Kompaktkameras viel Denkarbeit und sorgen durch ihre Voreinstellungen im Menü für scharfe und gute Bilder, wenn man nicht gerade vollkommen gedankenlos bei der Sache ist. Wer allerdings wirklich vom Fotografieren etwas verstehen will, der sollte sich nicht mit den Automatismen der neuen Kameras zufrieden geben, sondern selber den Weg in die Fotokunst und Technik beschreiten.
Das Fotografieren erlernen kann jeder natürlich, wenn er eine dementsprechende Ausbildung macht. Da es aber nicht lauter Berufsfotografen geben kann, werden von Fotografen, im Internet, aber auch auf Volkshochschulen und im privaten Rahmen Fotokurse angeboten, in denen man gegen eine Kursgebühr das Fotografieren näher gebracht bekommen kann. Ein gewisses Maß an Interesse ist Voraussetzung, um die schwierigen Einstellungen der Objektive bei den verschiedensten Lichteinfällen und Reflexionen irgendwann sicher und zielstrebig wählen zu können. Eine eigene, hochwertige Kamera gehört dazu.
Wer sich nicht ganz sicher ist, das Fotografieren wirklich so sehr ins Herz zu schließen, dass sich die Anschaffung lohnt, kann versuchen, ein Leihgerät zu finden, und nach dem Kurs entscheiden, ob und welche Kamera letztendlich angeschafft wird. Mit dem Fotografieren hat man aber ein Hobby, das geringe Folgekosten hat, unendlich viel Abwechslung und Spaß bringt, und zu jeder Tages- und Nachtzeit ausgeübt werden kann.
